Diagnose-Funk: Kritik an Entwarnung der Bundesnetzagentur

pressemitteilung

04.10.2011

Diagnose-Funk: Kritik an Entwarnung der Bundesnetzagentur

Grenzwerte bieten keinen Schutz vor Mobilfunkstrahlung

84 388 Standorte für Funkanlagen gibt es in Deutschland. Die Bundesnetzagentur verkündet, es gäbe kei­nen Anlass zur Sorge über die Strahlenbelastung durch Mobilfunkantennen. Sie verweist auf die Unter­schreitung der gesetzlichen Grenzwerte. Internationale Forschungsergebnisse weisen jedoch klar auf eine gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung hin.

Diagnose-Funk widerspricht der Darstellung der Bundesnetzagentur und verweist darauf, dass es einen um­fangreichen Forschungsstand zu gesundheitsschädlichen Effekten hochfrequenter Strahlung unterhalb der angeblich schützenden Grenzwerte gibt, wie u.a. auf der Webseite www.mobilfunkstudien.org dargelegt wird. Auch die Stiftung Warentest betont, dass eine Unschädlichkeit für den Menschen nicht bescheinigt werden könne, da es „noch keine breit angelegten Langzeitstudien“1 gebe.

Der Europarat fordert im Mai 2011 die Überprüfung der wissenschaftlichen Grundlage für die Grenzwerte für elektromagnetische Felder und die konsequente Umsetzung des Vorsorgeprinzips.2

Das Europäische Parlament stellt 2008 fest, dass die Grenzwerte „nicht mehr aktuell sind“ und dem Schutz „besonders schutzbedürftiger Gruppen, wie Schwangerer, Neugeborener und Kinder, nicht gerecht wer­den“3.

Die gesetzlichen Grenzwerte schützen nur vor „kurzfristigen, unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkun­gen“4, sie berücksichtigen nicht die entscheidenden athermischen Wirkungen in den Zellen. Die langfristi­gen Folgen für die Gesundheit werden vernachlässigt.

Die neue Studie von Prof. Igor Yakymenko (2011) vom Kavetsky Institut in Kiew mit dem Titel „Long- Term Exposure to Microwave Radiation Provokes Cancer Growth: Evidences from Radars and Mobile Communica­tion Systems” 5 kommt zu dem Ergebnis, dass Krebswachstum durch die Langzeiteinwirkung hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung ausgelöst wird.

Diagnose-Funk veröffentlichte im September eine Übersetzung dieser Studie.6 Diese Publikation liefert den aktuell umfassendsten Überblick über Studien, die Gefahren der Mobilfunktechnik für die Gesundheit doku­mentieren. In dieser Arbeit werden sämtliche Aussagen der Mobilfunkindustrie, der Bundesregierung und der Strahlenschutzkommission zur Unbedenklichkeit von Funkstrahlung widerlegt. Andere Untersuchun­gen7 zeigen für Anwohner im Nahbereich von Mobilfunksendern eine Vielzahl gesundheitlicher Auswirkun­gen. Diese reichen von Störungen des Schlafes über Veränderung biochemischer Prozesse im Körper bis zu einer erhöhten Krebssterblichkeit.8

In Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen sich hunderte Bürgerinitiativen für eine gesundheits-und umweltverträgliche Mobilfunktechnik und für den weiteren Ausbau kabelgebundener Übertragungs­technologien wie Glasfaser ein. Die Einführung des UMTS Nachfolgestandards LTE (Long Term Evolution) der flächendeckende Ausbau des Behördenfunknetzes TETRA und hat einen erheblichen Anstieg der Strahlenbelastung für die Bevölkerung zur Folge. Deshalb fordern die Bürgerinitiativen und Diagnose- Funk einen Ausbaustopp und Konzepte zur Minimierung der Emissionen.

Die wachsende Zahl von Forschungsergebnissen, die gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf den Men­schen belegen, verdeutlicht eindringlich, dass die Forderung nach der konsequenten Anwendung des Vor­sorgeprinzips in Bezug auf die Mobilfunktechnologie für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung von größ­ter Bedeutung ist.

1 Peter Knaak, Stiftung Warentest http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gGMkrxd5QN3kX5j45J05bUquupQ?docId=CNG.1abc766ba5f208c1d96da327c89a84d8.911

2 http://www.assembly.coe.int/Mainf.asp?link=%2FDocuments%2FAdoptedText%2Fta11%2FERES1815.htm

3 http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&reference=P6-TA-2008-0410&language=DE

4 http://www.icnirp.de/documents/emfgdlger.pdf

5 http://www.diagnose-funk.org/assets/yakymenko_2011.pdf

6 http://www.diagnose-funk.org/infoformate/brennpunkt/radar-und-mobilfunk-loest-krebswachstum­aus.php

7 http://www.brain-surgery.us/Khurana_et_al_IJOEH-Base_Station_RV.pdf

8 http://www.emrsa.co.za/documents/brazilresearch.pdf

Zu Diagnose-Funk:

Die Umwelt- und Verbraucherorganisation Diagnose-Funk ist eine internationale, interdisziplinäre und überparteiliche Umwelt- und Verbraucherorganisation, die sich für den Schutz vor elektromagnetischen Feldern und Strahlung einsetzt. Das Ziel von Diagnose-Funk ist es, über die gesundheits- und umweltschädi­genden Wirkungen elektromagnetischer Felder verschiedenster Quellen unabhängig von Industrie und Poli­tik aufzuklären, dadurch Verhaltensweisen von Verbrauchern und Politik zu ändern und Lösungen für zu­kunftsfähige und umweltverträgliche Technologien durchzusetzen.

Pressekontakt:

Peter Hensinger | Tel: 0711 – 63 81 08 | pressekontakt@diagnose-funk.de | www.diagnose-funk.de

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Diagnose-Funk: Kinder besser vor Handystrahlung schützen

28.09.2011
Diagnose-Funk: Kinder besser vor Handystrahlung schützen
„Strahlende“ Geschenke: Gut für das Weihnachtsgeschäft – schlecht für die Gesundheit

Das Europäische Parlament und der Europarat fordern einen  besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Strahlung durch Handys, sowie Informationskampagnen über potenzielle Gesundheitsgefahren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die von Mobiltelefonen erzeugten elektromagnetischen Felder als potenziell krebserregend ein.
Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen: primäre Zielgruppe für das Geschäft mit Handys, Smartphones und funkgebundenen Spielkonsolen sind Kinder und Jugendliche. Das Einstiegsalter für ein eigenes Handy  liegt bei 10 Jahren.
Die Verbraucherorganisation Diagnose-Funk e.V. empfiehlt Verbrauchern  Medienberichte, die Entwarnung geben und gesundheitliche Unbedenklichkeit von Handystrahlung für Kinder und Jugendliche bescheinigen, kritisch zu hinterfragen. Diagnose-Funk hat Medienberichte kritisch untersucht und dazu  den Brennpunkt veröffentlicht:

Diagnose-Funk Brennpunkt: „Kinder, Handystrahlung und die Verharmlosung der Risiken.
Über den Umgang mit Forschungsergebnissen durch die Mobilfunkindustrie, das Bundesamt für Strahlenschutz und die Medien“

www.diagnose-funk.org/infoformate/brennpunkt/handystrahlung-und-die-verharmlosung-der-risiken.php
http://diagnose-funk.de/assets/df_bp_kinder-risiken_2011-09-25.pdf

 

Der neue Brennpunkt dokumentiert an vier Beispielen, u. a. der CEFALO und der MOBI-KIDS Studie, wie durch verharmlosende Medienberichterstattung desinformiert wird, obwohl die entsprechenden  Untersuchungsergebnisse auf ein Gesundheitsrisiko hinweisen.
Diagnose-Funk appelliert an Journalisten, einseitige und verharmlosende Berichterstattung nicht zu unterstützen. Stattdessen sollten die gesundheitlichen Risiken von Handys, Smartphones und funkgebundenen Spielekonsolen für Kinder und Jugendliche  sachlich erörtert  sowie gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen im Umgang mit dem Handy kommuniziert werden.
„Strahlende Geschenke“ für Kinder gehören nicht unter den Weihnachtsbaum.
Diagnose-Funk stellt Ihnen gerne weiteres Informationsmaterial zur Verfügung.

Zum aktuellen Stand der Forschung zum Gesundheitsrisiko elektromagnetischer Felder und weiteren Artikel finden Sie hier: www.diagnose-funk.org und www.mobilfunkstudien.org

Die Umwelt- und Verbaucherorganisation Diagnose-Funk ist eine internationale, interdisziplinäre und überparteiliche Umwelt- und Verbraucherorganisation, die sich für den Schutz vor elektromagnetischen Feldern und Strahlung einsetzt. Das Ziel von Diagnose-Funk ist es, über die gesundheits- und umweltschädigenden Wirkungen elektromagnetischer Felder verschiedenster Quellen unabhängig von Industrie und Politik aufzuklären, dadurch Verhaltensweisen von Verbrauchern und Politik zu ändern und Lösungen für zukunftsfähige und umweltverträgliche Technologien durchzusetzen.

Pressekontakt:

Peter Hensinger

Tel: +49 (0) 711 – 63 81 08

pressekontakt@diagnose-funk.de

www.diagnose-funk.de

2. internationale Umweltratschlag 8./9.10.2011 in Gelsenkirchen

Der internationale Umweltratschlag ist ein überparteiliches Forum von Vertreter/innen verschiedener Organisationen der Umweltbewegung, Bürgerinitiativen und politischen Parteien, von Wissenschaftler/innen, Betrieben fortschrittlicher Umwelttechnologien und aktiven Menschen aus der Arbeiter- und Umweltbewegung, sozialen Bewegungen und der Kommunalpolitik.

Unterstützt durch

Organisationen in Deutschland:

Arbeitskreis „Siemensianer kontra Klimakrise“
Bundesweite Montagsdemo, Deutschland
Bürgerbewegung für Kryorecycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz, Deutschland
Diagnose-Funk e.V., Deutschland
Frauenverband -Courage e.V., Deutschland
FÜR Esslingen, kommunalpolitischen Wahlbündnis, Deutschland
Initiative „a new place“, Chemnitz
Klima-AG Göttingen
LIMES-NRW Landesinitiative Mobilfunk/Elektro-smog in NRW e.V., Deutschland
MLPD Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland
Naturfreunde Göttingen
Naturfreunde Bezirk Südniedersachsen
ÖDP, Kreisverband Bergisches Land
REBELL, Jugendorganisation der MLPD, Deutschland
Regionale Vorbereitungsgruppe des 2.Umweltratschlags, Berlin
SI-Solidarität -International, Deutschland
WIR AUS Mülheim Kommunalbündnis

Organisationen außerhalb Deutschlands:
Canto VIVO, Peru
Federación de Campesinos de Rancagua, Cochabamba/Bolivien
FOCO Foro Ciudadano de Participación por la Justicia y los Derechos Humanos, Argentinien
Fundación Mundo Puro, Bolivien
Iranisches Zentrum Essen
Jeunes Volontaires pour l‘Environnement, Lomé/Togo
LIDEMA, Bolivien

http://www.umweltratschlag.de

Veranstaltungs-Testtermin 30.10.2011 19:00 Uhr Testhausen

Nur so zum Test treffen sich am 30.10.2011 um 19:00 Uhr ein paar Leute.

Müllheim, ALM-Fraktion verlangt Immissionsberechnungen

ALM-Fraktion verlangt Immissionsberechnungen

MÜLLHEIM. Die ALM-Fraktion verlangt Immissionsberechnungen für die Wohngebiete im Bereich Zielberg und Kaserne, da dort die Telekom einen Standort für einen Mobilfunk-Sendemasten sucht.

http://www.badische-zeitung.de/muellheim/alm-fraktion-verlangt-immissionsberechnungen–49567460.html

Füssen, Mobilfunkinitiativen Allgäu für Moratorium

Füssen (pm) | 23.09.2011 00:00 Uhr
Mobilfunkinitiativen Allgäu für Moratorium
Neue digitale Technik ergebnisoffen prüfen

http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/fuessen/Fuessen-technik-initiative-behoerdenfunk-Mobilfunkinitiativen-Allgaeu-fuer-Moratorium;art2761,1015410

rettungsdienst.de – Gemeinden für Digitalfunk-Moratorium

Gemeinden für Digitalfunk-Moratorium

Bremen (rd.de) – Nach Reit im Winkl und Grassau hat nun auch die bayerische Gemeinde Schleching dem digitalen BOS-Funk eine Absage erteilt. Der Antrag der Bürgerinitiative für ein “Tetrafunkfreies Achental” wurde vom Rat angenommen.

http://www.rettungsdienst.de/nachrichten/gemeinden-fur-digitalfunk-moratorium-25308

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